2. Geschichtlicher Hintergrund

 von Lena Pukropski

  • 1945: Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges verzeichnete man im Mai 1945 55 Mio. Tote, davon waren mehr als die Hälfte Zivilisten.

    Auf der Konferenz von Jalta wurde Deutschland von den vier Siegermächten Frankreich, USA, Großbritannien und der Sowjetunion in vier Besatzungszonen eingeteilt. Gleiches geschah mit der Hauptstadt Berlin. Die Ziele in den Besatzungszonen waren zunächst einheitlich festgelegt: Sie lauteten Entmilitarisierung, Entnazifizierung, Dezentralisierung und Demokratisierung.

    Auf der Potsdamer Konferenz beschlossen die Siegermächte die wirtschaftliche Einheit Deutschlands zu erhalten. Außerdem wurde auch eine baldige politische Wiedervereinigung angestrebt. Doch es kam anders: Die sowjetische Führung baute ihre Machtposition immer stärker gewaltsam aus und errichtete dazu neue kommunistiche Diktaturen im mittleren Osteuropa. Daraufhin beließ auch die USA ihre Truppen in Europa und Asien, um die sowjetische Machtpolitik einzudämmen. Zusätzlich sicherten sie allen freien Völkern, die vom Kommunismus bedroht waren Hilfe und Unterstützung zu. Das war der Beginn des Kalten Krieges.

    Winston Churchill am 5. März 1946: „Von Stettin an der Ostsee bis Triest am Adriatischen Meer ist längs durch den Kontinent eine eiserner Vorhang gefallen. Hinter dieser Linie liegen die Hauptstädte der alten, geschichtlichen Staaten Mittel- und Osteuropas: Warschau, Berlin, Prag, Wien, Budapest, Belgrad, Bukarest und Sofia, alles berühmte Städte. Und die Völker um sie herum leben in dem, was ich die sowjetische Sphäre nennen muss. Sie alle unterliegen, in der einen oder anderen Form, nicht nur sowjetischem Einfluss, sondern zu einem sehr hohen und in vielen Fällen steigenden Maße auch der Kontrolle Moskaus.“

  • 1949: In diesem Jahr wurden zwei deutsche Staaten gegründet: Die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik.

BRD DDR

Demokratischer Verfassungsstaat (Grundgesetz am 23.5.1949)

Kommunistischer Staat mit Planwirtschaft

Mehrparteiensystem

Einparteienherrschaft der SED

Gewaltenteilung

Diktatur (u.a. durch Verstaatlichungen)

Freie Wahlen

Keine freien Wahlen

 

    Die Bundesrepublik lehnte die DDR als Staat jedoch ab und drohte anderen Staaten, die diplomatische Beziehungen mit beiden deutschen Staaten führten, die Beziehungen zwischen den Staaten und der BRD zu beenden, sollten diese sich nicht von der DDR lösen. Damit gelang es der Bundesrepublik die DDR außenpolitisch weitgehend zu isolieren.

  • 1952: Seit diesem Jahr betrieb die Spitze der DDR die Sicherung der innerdeutschen Grenze durch Aufstellen von Zäunen, Alarmvorrichtungen und Überwachung. So war von nun an das problemlose Passieren nicht mehr möglich.

  • 1957: In diesem Jahr wurden die Strafgesetze in der DDR erheblich verschärft. Wer die Republik unerlaubt und ohne Papiere verließ, wurde der Republikflucht angeklagt und mit 3 Jahren Gefängnis bestraft.

  • 1958: Der sowjetische Staatsführer Nikita Chruschtschow setzte ein Ultimatum: Er verlangte die Verhandlungen über einen Friedensverstrag und die „Freiheit“ Berlins. Wenn die Westmächte dies nicht täten, trete die Sowjetunion in einen einseitigen Friedensverstrag mit der DDR ein.

  • 1961: Wie in den Jahren davor verschlechterte sich auch 1961 die wirtschaftliche Lage der DDR. Dieses Problem und die Gefahr eines Konflikts mit den USA veranlasste Chruschtschow die Mauer zu bauen. Am 13.8.1961 wurde mit dem Bau der Mauer begonnen.

 

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