2. Kolonialzeit

Als Kolonialzeit bezeichnet man heutzutage die Epoche des neuzeitlichen Kolonialismus, der mit dem Übergreifen von Portugal bzw. Kastilien auf Afrika zu Beginn des 15. Jahrhunderts einsetzte und bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahre 1945 andauerte.
Unter Kolonialismus versteht man die Bezeichnung für ein System der wirtschaftlichen und politischen Herrschaft eines Staates über Regionen außerhalb seiner eigenen Grenzen.
Einige Europäische Staaten wollten in dieser Zeit, durch die Besetzung bzw. durch die militärische Eroberung, aber auch teilweise durch vertragliche Vereinbarungen mit den Landesautoritäten, neue Siedlungs- und Wirtschaftsräume erschließen, um ihre Macht immer weiter zu vergrößern.
Dieses Vorgehen der Europäischen Staaten hatte deutliche, negative Auswirkungen auf die Länder Afrikas. Sie wurden unterjocht und ihrer politischen, ökonomischen und soziokulturellen Selbstständigkeit beraubt.
Das bestehende politische System wurde beseitigt und das vom Mutterland abhängige System installiert.

Es wurde zwar neue Infrastruktur erschaffen, diese diente allerdings nur der Ausbeutung der Rohstoffe. Neben dieser Ausbeutung wurde jede aufkeimende Industrie unterdrückt. Auch die Urbevölkerung wurde komplett entrechtet und teilweise sogar vernichtet.
Die Kolonialzeit ist somit, nicht in diesem Ausmaße, aber trotz Allem vergleichbar mit der heutigen Zeit der Globalisierung.

Auch heute werden die Entwicklungsländer noch durch so genante Global Player bzw. durch Multinationale Unternehmen ausgebeutet. Das Ziel dieser Unternehmen ist es, ihre Gewinne zu maximieren. In den Entwicklungsländern Afrikas können sie dieses Ziel erreichen. Zunächst einmal sitzen sie an der Quelle zu den, für die Produktion notwendigen Rohstoffen, die in vielen Afrikanischen Staaten in Mengen vorhanden sind. Außerdem sind die Arbeitskräfte durch die vorhandene Armut sehr günstig, wodurch die Produktion um einiges billiger ist, als z.B. in Industrienationen.
Die Menschen, welche dort leben, haben deutlich weniger Nutzen aus dieser Zusammenarbeit. Sie leiden unter den extrem niedrigen Löhnen, sowie unter der Fremdbestimmung und der Ausbeutung ihrer Rohstoffe.
Ein Grund des großen wirtschaftlichen, demographischen, gesellschaftlichen, sowie politischen Unterschieds zwischen Afrika und der Europäischen Union ist definitiv die Kolonialzeit.

Die Unterdrückung der Menschen, der Politik und der Wirtschaft wirkt bis heute mit negativen Auswirkungen nach, also 60 Jahre nach der Auflösung der Kolonialreiche und der Bildung eigenständiger Staaten, die heutzutage die so genante Dritte Welt bilden.
Teilweise gibt es sogar noch Fälle, in denen die ehemaligen Kolonien trotz formeller Souveränität weiterhin wirtschaftlich und politisch an die bisherigen Kolonialmächte gebunden sind.

Kolonialzeit

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