Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise innerhalb der EU

Von Torben Fauck

Gliederung:

1) Zukunftsprognose des IWF

2) Besonders betroffenene Länder

3) Einzelne Länder und ihre Betroffenheit

4) Quellen

1) Laut Meinung des IWF (Internationaler Währungsfonds), veröffentlich in seinem „World Economic Outlook 2009“, wird die Rezession sehr lange dauern und die Erholung nach der Krise wird nur sehr langsam vor sich gehen.

Begründend legt der IWF dar, dass es sich nicht um eine „normale“ Rezession handelt, da Rezessionen die mit Finanzkrisen einhergehen dazu tendieren deutlich länger anzudauern und einen deutlich schwächeren Aufschwung haben als „normale“ Rezessionen.

Desweiteren seien auch antizyklische Krisenbekämpfungsmaßnahmen in der aktuellen Krise „weniger wirkungsvoll als normal“. Hierzu zählen unter anderem die weit verbreiteten Konjunkturpakete, die von vielen Regierungen (u.a. auch der Bundesregierung Deutschland) angewandt wurden.

Aus diesen Erkenntnissen folgernd kann man nun schließen, dass die derzeitige Krise länger als normal dauern wird und eine anschließende Erholung nicht allzu dynamisch vor sich gehen wird.

2) Besonders betroffen von der Finanz- und Wirtschaftskrise sind unter anderem auch die Schwellenländer. Da die dortigen nationalen Märkte („Emerging Markets“) sehr stark abhängig von Banken anderer EU-Länder sind. Man war bisher der Meinung, dass sich diese „aufkommenden Staaten“ von der globalen Rezession abkoppeln könnten. Nun merkt man aber, dass sich der „Finanzielle Stress“ eins zu eins von den entwickelten Märkten in die „Emerging Markets“ überträgt.

Zu den Ländern die in diese Kategorie fallen, zählen unter anderem nahezu alle osteuropäischen Eu-Staaten, die größtenteils im Mai 2004 in die EU aufgenommen wurden.

Ihr Bankensystem wurde sehr schnell mit in die Krise gezogen, da es stark von westeuropäischen Instituten dominiert wird. Die Verbindlichkeiten Osteuropas gegenüber westeuropäischen Instituten sind die höchsten aller „Emerging Markets“.

Hinzu kommt die Tatsache, dass in einer Finanzkrise die Kapitalströme von entwickelten in weniger entwickelte Volkswirtschaften sehr stark reduziert werden. Das treffe die Wirtschaft in diesen Regionen hart, da der Großteil der Investitionen auf ausländische Investoren zurückzuführen ist.

Zweite besonders betroffene Länder sind die Länder, die den Euro als Zahlungsmittel haben.

Laut Prognose des IWF wird ihre Wirtschaft um 3,2% schrumpfen. Die Wirtschaft der USA dagegen „nur“ um 2,6% und die der gesamten Welt um 0,5-1%.

3) Fünf Mitgliedsstaaten verstießen in Folge der Finanzkrise im Dezember 2008 gegen den Stabilitäts- und Wachstumspakt. Dieser sieht vor, dass die Neuverschuldung begrenzt wird, um für einen stabilen Euro zu sorgen und Inflation zu begrenzen.

Die Neuverschuldung darf maximal 3% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) betragen und der Gesamtschuldenstand darf 60% des BIP nicht überschreiten.

Im Februar 2009 kündigte die EU-Kommission die Einleitung von Defizitverfahren, wegen Verstoßes gegen den Stabilitäts- und Wachstumspakt, gegen die Euro-Länder Frankreich, Spanien, Irland, Griechenland und die Nicht-Euro-Länder Lettland und Malta an.

Im Falle von Malta zeigte die EU die Bereitschaft das angestrebte Verfahren noch einmal zu überdenken, da Malta für das Jahr 2009 nur eine Neuverschuldung von 1,5% prognostiziert hat. Die anderen fünf Länder hingegen werden auch im Jahr 2009 über der 3% Grenze liegen.

4)

http://derstandard.at/?url=/?id=1234507276958%26sap=2%26_pid=12095456

http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/470786/index.do?from=suche.extern.google.de

http://diepresse.com/home/politik/eu/462665/index.do?from=suche.extern.google.de

http://de.wikipedia.org/wiki/Finanzkrise_ab_2007

http://www.wko.at/statistik/eu/europa-wirtschaftswachstum.pdf

http://www.karikatur-cartoon.de/bilder/eu-rettungspaket.jpg

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