Autonomes Gebiet?

In Tibet (wie in China) werden die Menschenrechte von der Chinesischen Regierung nicht geachtet, die tibetische Exilregierung kann darauf keinen Einfluss nehmen. Die meist friedlichen Proteste der Tibeter werden, wie z.B. am 10.3.2008 von der chinesischen Armee brutal niedergeschlagen, wobei es an diesem Tag nach tibetischen Angaben 200 Tote gab. Amnesty international schätzt die Zahl der Todesopfer sogar noch auf ein Vielfaches davon. Chinesischen Angaben zufolge starben 21.

Über 1000 Demonstranten wurden festgenommen und viele sind bis heute noch im Gefängnis, in dem sie gefoltert werden, kaum Nahrung bekommen und keine medizinischen Behandlungen erhalten, wie Freigelassene berichten.

In Tibet werden alle Medien wie Zeitungen, Radio und Fernsehen von der chinesischen Regierung überwacht und zensiert, es existiert keine Meinungsfreiheit. Der Dalai Lama wird in der Presse als ein Verräter dargestellt, der das Land spalten will. Journalisten ist es nicht gestattet, nach Tibet zu kommen und erst seit Ende März diesen Jahres dürfen Touristen wieder einreisen.

%BILD%

Dieses Bild zeigt die chinesischen Sicherheitskräfte in Lhasa. Laut China soll es eine Polizei zum Schutz der Bürger sein, für die Tibeter wirkt es eher wie eine Armee. (Leider gibt es keine Bilder mit besserer Qualität, da es eigentlich verboten ist, chinesische Polizei zu fotografieren)
Allein das Militär- und Sicherheitspersonal in Tibet wird auf 600.000 geschätzt.

Erst 2002 wurde die tibetische Sprache als offizielle Sprache neben der chinesischen auch in Gerichten akzeptiert. Seit dem wird tibetisch auch an den Schulen als Pflichtfach gelehrt. Allerdings wird auf öffentlichen Treffen häufig noch chinesisch gesprochen, weshalb die meisten gebildeten Tibeter beide Sprachen beherrschen.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *