Der Limes

Allgemeines


Limes Verlauf

Limes: lat. für Weg, Grenzweg, allg. Grenze

Bau: Beginn um 85 n. Chr., Endausbau um 260 n. Chr.

Länge: in Deutschland ca. 550km

Zweck: Kontrolleinrichtung des römischen Imperiums gegenüber Germanien

Konsistenz: anfangs einfacher Postenweg, später auch Palisaden, Gräben und Wälle, zusätzlich  mit Wachtürmen (ca. 900 und 120 Kastelle für Truppen)

-> ca 260 n. Chr. gaben die Römer den Limes auf, der Verfall allerdings dauerte an, selbst heute kann man restaurierte Teile besichtigen

Geschichte des Limes

81 – 96 Unter Kaiser Domitian wurde erstmals der Plan einer zusammenhängenden Grenzbefestigung gefasst. Noch während des Krieges gegen die germanischen Chatten (83 bis 85 n.Chr.) begannen die Römer erste Schneisen in die damals noch sehr dichten Wälder zu schlagen und legten Patrouillenwege an. Im Verlaufe des 1.Jrh. wurden die Grenzlinien im süddeutschen Raum immer mehr Richtung Nordosten vorgeschoben, um eine möglichst kurze Verbindungsstraße zwischen dem Nieder- und Mittelrhein und den Donauprovinzen zu schaffen
um 100 Bau des Limes in der Wetterau und im Odenwald (heutiges Hessen) unter Kaiser Trajan sowie Anlage erster Kastelle am Neckar und auf der schwäbischen Alb zur Absicherung der Verbindungsstaße.
um 130 Errichtung einer durchgehenden Limespalisade vor den Patrouillenwegen.
145 Kastelle am Neckar und im Odenwald werden in Stein ausgebaut.
um 155 Südlich des Main wird der Limes vorverlegt auf die Linie Miltenberg-Lorch-Aalen. Das Kastell in Aalen wird gegründet.
um 170 Ersatz der anfänglichen hölzernen Türme durch Wachtürme aus Stein.
179 Errichtung des Legionslager in Castra Regina (Regensburg)
um 200 Ausbau des Limes mit Wall und Graben in Obergermanien und Errichtung der Limesmauer in Raetien
213 Ausbau des Limestores bei Dalkingen.
ab 233 Ständige Bedrohung des Limesgebietes durch die Germanen.
242 Alamannen durchbrechen den raetischen Limes im Osten Bayerns und zerstörten die Kastelle Gunzenhausen, Kösching und Künzing.
255 Kaiser Gallienus verstärkt die Rheinarmee durch Abteilungen des britannischen Heeres und besiegt die angreifenden Germanen. Bis zum Jahre 260 schlägt Kaiser Gallienus wenigstens noch  fünfmal die Germanen zurück.
258 Die pannonischen Legionen rufen Ingenuus zum Kaiser aus. Kaiser Gallienus maschiert gegen Ingenuus mit Truppen vom Rhein.
259 / 260 Der Abmarsch der römischen Truppen vom Rhein nach Pannonien ist für die Germanen erneut das Signal zum Aufbruch und Franken und Alamannen fegen 259/60 n. Chr. die römischen Grenzwachen hinweg und stoßen über Rhein und Donau weit nach Westen und Süden vor.
260 Mit der Besetzung durch die Alamannen geht das Limesgebiet verloren.
260 / 261 Kaiser Gallienus besiegt zwar mit den rheinischen und raetischen Truppen die Alamannen bei Mailand, aber die Grenzlinie zwischen Rhein und Donau ist endgültig zerschlagen.


(übernommen von http://www.antikefan.de/staetten/deutschland/limes)

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