Grenze USA- Mexiko

Die Grenze zwischen den USA und Mexiko

 

Gliederung:

 

– Entstehung der Grenze

– Grenzverlauf und Grenzübergänge

– Illegale Einwanderung

– Grenzsicherung

– Bedeutung Illegaler Einwanderer für die USA

 

Entstehung der Grenze:

 

Ursprünglich gehörten Kalifornien, Utha, Nevada, New- Mexiko und Texas zu Mexiko. Der Anschluss von Texas an die USA 1846 war der Auslöser des Krieges zwischen den beiden Staaten (1846- 1848). 1848 wurde Mexiko mit dem Friedensvertrag von Guadalupe Hidalgo zum verkauf von Kalifornien, Utha, Nevada und New- Mexiko gezwungen und verlor somit über ein Drittel seines Territoriums.

Seit 1853 ist die Grenze unverändert.

 

Grenzverlauf und Grenzübergänge:

Die Grenze zwischen den USA und Mexiko ist 3138 km lang und verläuft zwischen Brownsville und Matamoros im Osten und San Diego und Tijuana im Westen, vom Golf von Mexiko 2019 km mitten durch den Rio Grande bis El Paso und Juarez, 850 km weiter nach Westen bis zum Colorado River , ca. 40 km durch den Colorado und schließlich 226 km in westlicher Richtung bis zum Pacific.

Auf amerikanischer Seite Liegen die Bundesstaaten Kalifornien, Arizona, New- Mexiko und Texas, auf mexikanischer Seite Baja California, Sonora, Chihuahua, Coahuila, Nueco Leon und Tamaulipas an der Grenze. Die längsten Grenzabschnitte haben Texas (USA) und Chihuahua (Mexiko).

Die Grenze durchquert viele verschiedene Landschaften wie die Sonara Wüsten und mehrere Gebirge.

Städte wie Tijuana sind zum Teil bis an die Grenze herangebaut.

Im Grenzgebiet leben ca. 12 Mio. Menschen.

 


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Die Grenzanlage zwischen San Diego (links) und Tijuana (rechts)

 

Von Westen nach Osten gibt es folgende offizielle Grenzübergänge:

 

 

Illegale Einwanderung:

 

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Schätzungen zufolge kommen jedes Jahr bis zu 500.000 Menschen illegal über die mexikanische Grenze in die USA. Die meisten davon sind zwar Mexikaner, viele kommen aber auch aus anderen Lateinamerikanischen Ländern und nutzen Mexiko nur als Transitland. Alle haben dasselbe Ziel: In den USA genug Geld verdienen, um sich und die eigene Familie in Mexiko versorgen zu können. Die meisten hoffen, dass sie genug Geld verdienen um später nach Mexiko zu ihrer Familie zurückkehren zu können. Da sie aber illegal in den USA sind und somit keine Arbeitsberechtigung haben werden sie meist ausgebeutet und erhalten nur einen Bruchteil des für US Bürger gängigen Lohns.

Insgesamt leben ca. 25 Mio. Menschen mexikanischen Ursprungs in den USA.

Seit den 1980er Jahren wurde es immer schwerer in die USA zu kommen: Die Grenzkontrollen wurden enorm verschärft, es wurde begonnen an leicht zu überquerenden Stellen Zäune zu errichten, teilweise war sogar die Armee an der Grenzüberwaschung beteiligt. Es ist heute quasi nur noch möglich die Grenze an Lebensgefährlichen Stellen wie durch die Sonara Wüste, durchs Gebirge oder durch den Rio Grande zu überqueren. Mehrere hundert illegale Einwanderer sterben jährlich beim Versuch an Schlangen- oder Skorpionsbissen, verdursten oder ertrinken. Auch die Zahl der durch Mexikanische Banden an der Grenze ermordeten hat in den lezten Jahren stark zugenommen.

Einige versuchen es alleine, andere zahlen so genannten Coyotes (Schleuserbanden ) 2000 bis 5000 US Dollar, damit diese sie über die Grenze bringen. Nicht selten verschwinden die Coyotes aber mit dem Geld und lassen die Menschen im Gebirge oder in der Wüste sitzen. Zum Teil arbeiten die Coyotes sogar mit den Banden zusammen, die die Migranten ausrauben und ermorden.

Der Aktuelle Zustand wird von allen Seiten als nicht akzeptabel angesehen.

Die von Bush auf den Weg gebrachte Einwanderungsreform, die unter anderem den illegal in den Staaten lebenden den Weg zur Staatsbürgerschaft ebnen, die Grenzkontrollen weiter verstärken und das Vorgehen gegen Arbeitgeber, die illegale Einwanderer einstellen erleichtern sollte, ist 2007 gescheitert und liegt bis heute auf Eis.


 

Grenzsicherung:

800px-el_camino_del_diablo_border_patrolBereits in den 60er Jahren wurde mit der Abschottung der Grenze begonnen. Allerdings wurde erst nach der ersten großen Einwanderungswelle Anfang der 80er Jahre begonnen, konsequent gegen illegale Einwanderung vorzugehen. Hierzu wurde 1986 das Gesetz IRCA beschlossen: Alle bis 1982 illegal Eingewanderten erhielten einen legalen Status, für alle anderen galten scharfe Abschiebungsregeln. Außerdem wurden die Grenzkontrollen aufgestockt und die suche nach illegalen Einwanderern im Innland ausgeweitet.

Seit den 90 Jahren ist es noch schwieriger geworden in die USA zu gelangen: Allein zwischen 1993 und 99 wurde das Budget zur Grenzsicherung auf 4.2 Mrd. US Dollar verdreifacht. Es wurden Zäune und Stahlwände errichtet und die Anzahl der Grenzbeamten vor allem in der näher großer Städte wie Tijuana oder El Paso, wo die meisten Versuche von illegaler Grenzüberquerung stattfinden, drastisch erhöht.

Das neueste; 2006 beschlossene Projekt ist der Bau eines 1100 km langen Grenzzauns. Dieser ist allerdings bis heute sehr umstritten, vor allem da immer mehr Menschen sterben würden weil diese immer gefährlichere Wege nehmen müssten.

Des Weiteren ist vor kurzem in Arizona der erste Teil des so genannten Virtuellen Zauns fertig gestellt worden. Er besteht aus Türmen mit modernster Überwachungstechnik, die einen 45 km langen Abschnitt überwachen sollen. Bereits zwei Monate nach der Fertigstellung des Abschnitts musste die US Regierung allerdings eingestehen, dass durch die 20 Mio. teure Anlage nur ein Bruchteil der Migranten aufgehalten werden konnte. Nun sollen durch eine weitere Millionen-Investition 17 weitere Türme errichtet werden.


 


 

Bedeutung Illegaler Einwanderer für die USA

Der Süd- Westen der USA kann auf die lateinamerikanischen Arbeiter aus vielen Gründen nicht mehr verzichten.

Diese kosten die Arbeitgeber einen Bruchteil des Normalen Lohns. Außerdem sind sie meist wesentlich motivierter als Einheimische. Sie sind nach Amerika gekommen um ihren Traum von einem Leben ohne Armut zu leben zu erfüllen. Dass dieser Traum meist nicht in Erfüllung geht spiel dabei keine Rolle, sie glauben daran und arbeiten hart dafür. Vor allem aus der Landwirtschaft, der Gastronomie und dem Baugewerbe sind sie nicht mehr wegzudenken.

Dies ist wohl auch einer der Gründe, warum Bush’ s Einwanderungsreform gescheitert ist: Würden alle Einwanderer eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung erhalten, gäbe es kaum noch extrem billige Arbeitskräfte, auf die sich die Wirtschaft in den letzten Jahrzehnten eingestellt.

Gazastreifen

Nana Mareike Ehlers

Die Grenze zu einem Staat, der noch nicht ist.

Die Grenze Israel – Gazastreifen

allg. Infos unter https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/gz.html

Allgemeines

Karte - Gazastreifen

Karte - Gazastreifen

Der Gazastreifen, ein Streifen palästinensischer Selbstverwaltung, der von Israel im 6-Tage-Krieg besetzt wurde, ist ein Ort der ständigen Spannungen und Konflikte.

Durch die Ansiedlung israelischer Siedler durch die israelische Regierung im autonomiebestrebten., hauptsächlich muslimischen Gaza-Gebiet, wurde die Herrschaft Israels besiegelt.

 

Ein kleinerer Zaun…und Raketen

Die Barriere konnte manche der Selbstmordattentäter aufhalten, doch niemanden davon, illegale Tunnel unter den Grenzanlagen hindurch in die Freiheit zu buddeln. Reglemäßig werden solche Tunnel entdeckt und zerstört. Doch die Angriffe aus dem Gazastreifen gegen Israel gehen weiter. Die eingesetzte Waffe heißt Qassam, benannt nach dem Rebellenführer Izz ad-Din al Qassam, der in den 1930er Jahren gegen die britische Mandatsmacht in Palästina kämpfte. Der Ort Sderot taucht wegen der Qassam-Einschläge immer wieder in den Nachrichten auf. Vom Gazastreifen sind es nur fünf Kilometer zu der israelischen Kleinstadt im Grenzgebiet. Mitglieder der Hamas und anderer radikaler Palästinenserorganisationen feuern die selbst hergestellten Raketen seit Oktober 2001 immer wieder vom Gazastreifen aus Richtung Israel.

Tunnel unter der Grenze

Tunnel unter der Grenze


Das israelische Militär antwortet auf die Qassam-Angriffe mit Artillerie, Luftwaffe und Einsätzen von Spezialeinheiten. Das Problem ist dabei, dass die Qassam-Raketen vom dicht besiedelten Gazastreifen aus abgefeuert werden. Jeder israelische Militäreinsatz birgt daher Risiken. Denn die meisten Bewohner des Gazastreifens haben nichts mit den Qassam-Raketen zu tun.

Die israelischen Armeeeinsätze und die Angriffe der Hamas mit Qassam-Raketen sollten kein Ende finden. Bis zum August 2005 hatte sich im Gazastreifen weiterer Konfliktstoff angesammelt. Auf dem kleinen Gebiet lebten außer 1,4 Millionen Palästinensern auch etwa 7000 israelische Siedler. Soldaten bewachten die Siedlungen, die den Namen Gusch Katif trugen.

 

Der Sieg der Hamas und die Siedlungspolitik Israels

Doch im Juni 2004 änderte die israelische Regierung Ariel Scharons ihre bis dahin siedlerfreundliche Politik. Der israelische Ministerpräsident sprach von einem Rückzug der Siedler aus dem Gazastreifen. Jede Verhandlung über einen Frieden mit den Palästinensern scheiterte an den Kernfragen, die sich mit dem Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge und dem Verbleib der jüdischen Siedler beschäftigten. Ein Rückzug der Siedler brächte die palästinensische Seite in enormen Zugzwang. Doch brachte auch gerade dieser Zug die radikalislamische Hamas an die Macht. Ein Moment der Schwäche, wie sie es nannten, wurde ausgenutzt um die radikale Propaganda zu verbreiten. Letztendlich führte dies zum letzten Gaza-Krieg.

 

Letztendlich wurden mit der neuen Legislaturperiode auch wieder neue Siedler in das Grenzgebiet gebracht, Israel schneidet sich Stück um Stück vom Gazastreifen ab.

 

Lösungen

Eine viel diskutierte Lösung wäre die 2 Staaten Lösung, doch gibt es viele israelische wie palästinensische Gegner. Die Palästinenser dürfen laut den Israelis nicht zur Bedrohung werden. Viele Palästinenser wünschen sich zu Israel zu gehören, um an mehr Wohlstand zu gelangen, was allerdings zu einer Bevölkerungsmehrheit der Palästinenser führen könnte, wie die Israelis fürchten, und auch aus diesem Grund weitere Flüchtlinge vertreiben.

Man kann weder mit noch ohne sie, ein Konflikt und eine Grenze, die uns noch lange beschäftigen wird.

Kind

Kind

Deutsch – Dänische – Grenze

Das Danewerk war die  südliche Grenzfestigung des dänischen Reiches im Zeitraum vom 7. – 12Jh. In dieser Zeit wurde die Grenze bis zu 6mal umgebaut.

Zu diesem Zeitpunkt war die Befestigung rund 6m hoch und 30m breit, verstärkt wurde sie mit Ziegelsteinen.

Das Danewerk sicherte zu dieser Zeit auch die Kontrolle über den Ochsenweg. Als Holsteindann unter Waldemar II. Reichsteil wurde, verlor das Danewerk seine Bedeutung.danewerk21

Die nächsten Veränderungen gab es dann zu den Schleswigschen Kriegen.

Der erste Schleswigsche Krieg begann 1848 und endete 1851. Der Auslöser dieses Krieges waren sowohl nationale als auch politische Spannungen im dänischen Gesamtstaat und dem Erbanspruch des Augustenburgischen Fürstenhauses.

Zu diesem Zeitpunkt verlief die Deutsch- Dänische- Grenze entlang der Eider und Rendsburg war zu diesem Zetpunkt Garnisionsstadt. Mit der Unterstüzung von Preußen bzw. unter der Führung von Bismarck gelang es Rendsburg einzunehmen und die dänischen Truppen bis nach Flensburg zurück zu drängen.

Der einzige Grund warum Dänemark überhaupt der Deutsche Macht entgegen halten konnte war, dass zu diesem Zeitpunkt noch keine Marine vorhanden war.

Das Ende fand dieser Streit im Frieden von Malmö.

Nach dem ersten Schleswigschen Krieg gehörten Schleswig, Holstein und Lauenburg zwar zum dänischen Königreich, sollten sich aber selbst verwalten. Als das Königreich jedoch Schleswig zum Königreich zugehörig machte, brach der 2.te SChleswigsche Kreig aus oder auch der Deutsch- Danische Krieg.

Dieser brach 1864 aus, nachdem die Dänen der Forderung Preußens nicht nach kam ihre Verfassung Schleswigs betreffend aufzuheben. Sie überschritten die Grenze und griffen das Dänische Königreich an.

Nachdem Krieg gehörten Schleswig und Holstein zu Österreich und das Herzogtum Lauenburg zu Preußen.jutland_peninsula_map

Die jetzt bekannte Grenze wurde nach einer Volksabstimmung zur Zeit des ersten Weltkrieges gezogen 1920 fiel nach einer Volksabstimmung im nördlichen und mittleren Schleswig  dessen nördlicher Teil – Nordschleswig – an Dänemark.

Diese Grenze besteht auch heute noch und mit der Aufhebung der Grenze im Sinne von Kontrollen und dem Gedanken der EU, gibt es auch viele Arbeitnehmer die über die Grenze gehen um Arbeit zufinden, vorallem in Handwerklichen berufen, pendeln jeden Tag mehrere Tausend von Schleswig Holstein nach Dänemark.

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Korea

 Grenzen dieser Welt – Region Nord-/Südkorea

1.) Geschichte/Entwicklung der Grenzregion

 

Groß-Korea wird Kolonie Japans anfangs des 20 Jh.

Nach dem Russisch-Japanischen Krieg in den Jahren 1904/1905 hatte sich Japan endgültig als dominante Kraft in Ostasien etabliert und das damalige noch betitelte Groß-Korea wurde am 17. November 1905 ein Protektorat Japans. Am 22. August 1910 erzwang die japanische Regierung den Rücktritt des koreanischen Kaisers Sunjong, nachdem der für Japan bedeutende Fürst Ito Hirobumi am 26. Oktober 1909 von einem koreanischen Nationalisten ermordet worden war. Korea wurde als Konsequenz offiziell als Kolonie unter dem Namen Chōsen in das Japanische Kaiserreich eingegliedert. Neben einem großen Aufgebot an Militärpolizei stationierte Japan auch eine Division ihrer Armee, 1915 wurde die Militärpräsenz um eine weitere verstärkt.

Gleichzeitig wurde Chōsen von Grund auf von den Japanern wirtschaftlich und gesellschaftlich modernisiert. Dieses ging aber gleichzeitig mit einer teilweise sehr starken Entrechtung und der Unterdrückung der dortigen Kultur einher. So wurden beispielsweise die Infrastruktur modernisiert und ausgebaut, welche aber teilweise auf dafür enteigneten Grund verliefen.

Am 1. März 1919 kam es erstmals aufgrund der japanischen Kolonialpolitik (Folter und Menschenrechtsverletzungen) zu Demonstrationen seitens der Koreaner. Dies wird heute Bewegung des ersten März genannt. Der Protest wurde gewalttätig niedergeschlagen, woraufhin sich am 11. April 1919 eine Exilregierung in China gründete. In Chōsen wurde allerdings als Folge des Aufstandes die Strenge der Kolonialpolitik entschärft. Insgesamt versuchte Japan in der Periode von 1910 bis 1937 Korea „gewaltlos“ für sich zu gewinnen.

Ab 1937 wurden die meisten dieser milden Regelungen mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs aufgehoben, da die japanische Regierung den Wunsch hegte in seiner Kolonie landestypische Denkweisen und seine Kultur einzuführen. Diese Periode von 1937 bis 1945 kann daher als Unterdrückend angesehen werden, zumal sich Japan in dieser Zeit mehrerer Kriegsverbrechen schuldig machte. Schon kurz vor Kriegseintritt Russlands gegen Japan Anfang August 1945 bereitete die japanische Verwaltung die Übergabe der längerfristig nicht haltbaren Kolonie an die Koreaner vor, welche eine sogenannte Koreanische Volksregierung bilden sollten.

Korea Anfang des 20. Jh.

Korea Anfang des 20. Jh.

Das Ende der japanischen Herrschaft und die Separation Chosens

Nachdem 1945 durch die Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg sein Ende genommen hatte, wurde die Provinz Chosen von den Siegermächten entlang des 38. Breitengrads in zwei Besatzungszonen aufgeteilt, welches bereits der von den Alliierten geführten Konferenz von Jalta 1945 entsprach. Zudem führten die Alliierten die Entwaffnung und den Abzug der japanischen Soldaten aus der Provinz durch. Der südliche Teil Chosens wurde von US-amerikanischen Truppen besetzt, der nördliche Teil kam unter Kontrolle der Roten Armee.

Ursprünglich sollte die Verwaltung des Landes bis zur Bildung einer gesamtkoreanischen Regierung von den USA und der Sowjetunion übernommen werden. Allerdings wurde dieses Ziel nie erreicht, es wurde in beiden Regionen vermutlich aus geopolitischen Hintergründen der Aufbau einer Militärregierung gefördert und errichtet. 1947 beschloss dann die Generalversammlung der Vereinten Nationen im nördlichen sowie im südlichen teil des Landes wahlen abzuhalten; das Vorhaben scheiterte jedoch an der Ablehnung seitens der Sowjetunion. Daher fanden die Wahlen im Mai 1948 nur im Süden statt. Daraufhin folgte am 15. August 1948 die Staatsgründung der Republik Korea. Wie auch das in Pjöngjang gegründete Nordkorea sah man sich als einzige rechtmäßige Regierung der gesamten koreanischen Halbinsel und kündigte an, darum auch kämpfen zu wollen.

Mitte des Jahres 1949 waren Russen und Amerikaner aus Korea abgezogen. Nordkorea gelang es mit Hilfe der Sowjetunion und Chinas seine Industrie schneller aufzubauen als Südkorea. Dies lag daran, dass die Schwerindustrie von den Japanern während ihrer Kolonialzeit vor allem im rohstoffreicheren Norden angesiedelt wurde, im Süden dagegen wurde von Ihnen die Landwirtschaft gefördert und ausgebaut. Daher und dank der tatkräftigen Hilfe der Sowjetunion war Nordkorea auch schneller in der Lage, sich wirtschaftlich zu erholen und eine schlagkräftige Armee aufzubauen.

Der Korea-Krieg (1950-53)

Der Krieg brach am 25.Juni aus, als die nordkoreanische Armee die Demarkationslinie am 38.Breitengrad überschritt und in Südkorea einmarschierte und damit nicht nur den Staat Südkorea, sondern auch einen der Einflussbereiche der westlichen Mächte, allen voran der USA, in Asien bedrohte. Die USA engagierten sich daher sogleich im Sinne einer Konfliktlösung; am 27.Juni verabschiedete der UN-Sicherheitsrat unter Abwesenheit der Vertreter der Sowjetunion eine von den USA eingebrachte Resolution, die militärische Sanktionen in Form von UN-Streitkräften gegen Nordkorea beschloss, und drei Tage später entsandte US-Präsident Harry S.Truman amerikanische Truppen nach Korea.

Die USA stellten das weitaus größte Kontingent der UN-Truppen sowie den Oberbefehlshaber, General Douglas MacArthur, weitere 18UN-Mitgliedsstaaten schickten Kampf-, Versorgungs- und Sanitätseinheiten. Der Korea-Einsatz der UN war der erste Militäreinsatz gegen einen Aggressor in der Geschichte der UN und ihrer Vorgängerorganisation, des Völkerbundes.

Im Juni 1951, als abzusehen war, dass der Krieg in einem Stellungskrieg erstarren würde, schlug die Sowjetunion offiziell die Aufnahme von Waffenstillstandsverhandlungen vor. Die Verhandlungen begannen am 10. Juli 1951 in Kaesong in Nordkorea und dauerten mit Unterbrechungen zwei Jahre. Beide Seiten gelangten in wesentlichen Punkten zu einer Einigung – mit Ausnahme der Frage der Rückführung der Kriegsgefangenen: Nordkorea weigerte sich, den UN-Vorschlag zu akzeptieren, wonach Kriegsgefangene nicht gegen ihren Willen in ihre Heimatländer zurückgeschickt werden dürften. Im Oktober 1952 wurden die Gespräche vorläufig abgebrochen und erst im April 1953 wieder weitergeführt. Wenig später verständigten sich beide Seiten in der Kriegsgefangenenfrage und vereinbarten, innerhalb von drei Monaten nach Abschluss eines Waffenstillstandsabkommens Friedensgespräche auf höchster Ebene aufzunehmen; die Friedensgespräche wurden dann jedoch bis April 1954 verschoben und scheiterten schließlich.

Im Juli 1953 wurde in Panmunjom das Waffenstillstandsabkommen zwischen Nord- und Südkorea geschlossen. Es bestätigte im Wesentlichen den 38. Breitengrad als Grenze zwischen Nord- und Südkorea und legte eine vier Kilometer breite entmilitarisierte Zone entlang der Grenze fest; außerdem wurde eine neutrale Repatriierungskommission zur Überwachung des Gefangenenaustausches eingesetzt.
Der Krieg forderte rund drei Millionen Tote und Verwundete, mehr als zwei Drittel davon Zivilbevölkerung.

Kurze Zusammenfassung der letzten “Entwicklungseckpfeiler”

Die erheblichen Schäden aus dem Koreakrieg wurden in Nordkorea durch eine harte Politik der Zwangsarbeit bis 1960 beseitigt und die Landesentwicklung in Angriff genommen. Gleichzeitig wandte sich die Führung Nordkoreas gegen die sowjetische Bevormundung und betonte den nationalen Charakter der koreanischen Revolution.

Während der Streit zwischen der UdSSR und China stärker wurde, versuchte Korea, sich taktisch noch mehr Bewegungsfreiheit zu verschaffen. In den sechziger Jahren lag die Betonung auf dem Wachstum der Schwerindustrie. Die Produktion von Konsumgütern und der allgemeine Lebensstandard hinkten aber hinterher. Später in den sechziger Jahren entwickelte Nordkorea eine besonders aggressive Haltung dem Süden gegenüber: Eine Gruppe von Attentätern versuchte, den südkoreanischen Präsidenten Park Chung Hee zu töten. 1968 wurde die Pueblo, ein Schiff der Vereinigten Staaten zur Nachrichtenbeschaffung, von koreanischen Kanonenbooten aufgebracht und die Mannschaft unter extrem harten Bedingungen ein Jahr lang festgehalten. Die Guerillaüberfälle auf den Süden blieben ohne große Wirkung.

Im April 1969 wurde ein Aufklärungsflugzeug der Vereinigten Staaten abgeschossen. Anstatt den Süden zu schwächen, riefen diese Ereignisse aber eher verstärkte Verteidigungsbereitschaft und vor allem die Bildung einer härteren politischen Ordnung im Süden hervor. In den siebziger Jahren führten geheime Unterredungen mit südlichen Funktionären zu der gemeinsamen Erklärung vom 4. Juli 1972, in der beide Seiten versicherten, einen Dialog im Hinblick auf die Vereinigung zu führen. Bis zum Frühjahr 1973 ist dieser Versuch jedoch gescheitert. Auch in den achtziger Jahren gab es vereinzelte Diskussionen über eine Vereinigung. 1995 half Südkorea Nordkorea während seiner Hungersnot mit wertvollen Nahrungslieferungen. Erstmals seit 25 Jahren fanden im März 1997 Friedensgespräche zwischen Nord- und Südkorea statt, die sich offiziell immer noch im Kriegszustand befinden.

 

 

2.) Die DMZ/MDL

 

 

Allgemeines

Die DMZ (Demilitarisierte Zone) und die MDL (Militärische Demarkationslinie) teilen das ehemalige Korea in Nordkorea und Südkorea auf.

Die Grenzziehung erfolgte 1953 nach dem Jahre andauernden Korea-Krieg, festgelegt in dem Waffenstillstandsvertrag, und ist bis heute das Symbol politideologischer Differenzen zwischen der USA und der ehemaligen Sowjetunion.

Die DMZ läuft von West-Südwest nach Ost-Nordost quer über die Halbinsel und ist 248 km lang und 4km breit.

Die DMZ wird von der aus Vertretern beider Seiten bestehenden Waffenstillstandskommission MAC verwaltet. Das Betreten der DMZ ohne Genehmigung der Waffenstillstandskommission ist beiden Seiten grundsätzlich untersagt.

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Konflikte innerhalb der DMZ:

Bisher kam es zu wenigen direkten Konflikten in der Demilitarisierten Zone, der einzige als ernst geltende Konflikt war ein Streit im Jahr 1976 über das Fällen eines Baums an der MDL, in dessen Verlauf zwei US-amerikanische Soldaten von Nordkoreanern getötet wurden.

Allerdings wurden im Zeitraum von 1974 bis 1990 insgesamt vier Tunnel gefunden, die vom Norden aus unter der DMZ in den Süden gegraben wurden, um im Kriegsfall Militäreinheiten unbehelligt durch die DMZ zu transportieren. Zudem gibt es Vermutungen, dass es weitere Tunneleinheiten geben soll.

 

 

Auswirkungen auf die aktuelle Situation in beiden Staaten anhand Statistiken

Zusammensetzung der 3 Wirtschaftssektoren

Nordkorea:

Landwirtschaft Industrie Dienstleistungssektor
23.3% 43.1% 33.6%

Südkorea:

Landwirtschaft Industrie Dienstleistungssektor
3% 39.5% 57.6%

Elektrizitätsverbrauch

Nordkorea:  18.18 Millionen  kWh

Südkorea:  440 Millionen kWh

Korea by Night

 

 Quellen:    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/1945/412279/

                          http://themen.t-online.de/news/korea-konflikt

                http://de.wikipedia.org/wiki/Südkorea#Geschichte

                http://de.wikipedia.org/wiki/Nordkorea#Geschichte

 

 

 

Israelische Mauer

Als Israelische Sperranlangen wird die 759 km Absperrung, die das israelische Kernland vom Westjordanland trennen soll, bezeichnet. Der Bau wurde 2003 eingeleitet und sollte bis ursprünglich 2005 abgeschlossen sein, wurde allerdings durch Eingaben beim Obersten Gerichtshofs Israels verzögert, sodass der Bau nach wie vor auf Fertigstellung wartet. Die Kosten belaufen sich auf schätzungsweise 180 Millionen Euro, alleine 35 Millionen sollen für die palästinensische Bevölkerung bereitgestellt werden. Bis heute wurden rund 400 Km Sperranlangen fertiggestellt und ist somit fast dreimal so lang und doppelt so hoch wie die Berliner Mauer. Zusätzlich führt parallel zu den Anlangen eine Nord-Süd-Verbindungsstraße, die auch als Patrouillenstraße bezeichtnet werden kann. Wie von der Regierung erklärt, sollen die Anlagen ausschließlich zum Schutz der eigenen Bürger vor Selbstmordattentaten. Nach Angaben der israelischen Botschaft in Berlin sind bei Selbstmordattentaten, die vom Westjordanland ausgingen, 2003 in Gebieten mit Zaun insgesamt 46 Menschen getötet und 221 verletzt worden. In Gebieten ohne Zaun seien es im gleichen Zeitraum 89 Tote und 411 Verletzte gewesen. Im ersten Halbjahr 2004 (bis einschließlich Juni) seien bei Selbstmordattentaten in Gebieten ohne Zaun 19 Menschen getötet und 102 weitere verletzt worden, während in Gebieten mit Zaun in demselben Zeitraum keine Menschen zu Tode gekommen seien. Inzwischen spricht die Allgemeine Israelische Sicherheitsbehörde Shabak von einer „signifikanten Reduzierung“ von Selbstmordanschlägen, seit mit dem Bau der Sperranlage begonnen wurde.

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Allerdings überschreitet die Mauer an einigen Stellen die Waffenstillstandslinie (Grüne Linie) vom Ende des 6-Tage-Krieges 1967 zugunsten Israels, weshalb sowohl die Anlagen als auch die Regierung unter starker Kritik stehen und bereits vielfach zur Umkehrung des Bauprozesses aufgefordert worden, da ihre Handlung gegen dutzende UN-Resolutionen und das Völkerrecht verstoßen. Sollte die Mauer vom Norden des Westjordanlands bis nach Jerusalem fertig gestellt sein, wird Israel über 7% dieses Gebietes annektiert haben. Dies umfasst 39 Siedlungen mit rund 270.000 Bewohnener aber auch 290.000 Palästinenser, von denen etwa 70.000 keine israelischen Bürger sind. Sie haben also kein Recht auf Bewegungsfreiheit oder Sozialleistungen und das obwohl der Staat sie von ihrer Lebensbasis im Westjordanland abschneidet. Diese 70.000 Menschen werden also unter sehr schlechten Bedingungen leben müssen.

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Eine Fortsetzung der Mauer im Süden wird weitere 3% des Westjordanlandes abziehen. Kritiker befürchten, dass die Anlagen einer künftigen Grenze eines souveränen Staates Palästina vorgreifen und Israel damit eine De-facto-Annexion palästinensischer Gebiete bezwecken könnte. Problematisch ist, dass es keine politischen Istrumente gibt um den Bau zu stoppen.

Auch die israelische Zivilbevölkerung leistet zusammen mit Palästinensern über die 2003 gegründetet Gruppierung >Anarchists Against the Wall< gewaltfreien Widerstand.

Quellen:

  • http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Sperranlagen_(Westjordanland)
  • http://www.marhaba.de/Die%20israelische%20Mauer.htm
  • http://www.sueddeutsche.de/politik/807/457467/text/
  • http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Israel/mauer2.html

Türkei GAP

Das südostanatolische Projekt – Des Problems Lösung oder Auslöser?

Die Türkei versucht mit hohem Aufwand die schlechte Situation im Osten des Landes erheblich zu verbessern und nimmt dabei mögliche neue Konflikte mit den Nachbarländern Syrien und Irak in Kauf. Desweiteren bietet die Arbeiterpartei Kurdistans, kurz PKK, weiterhin Grund zur Sorge.

Das Südostanatolien-Projekt, oder auch GAP [türk. Güneydoğu Anadolu Projesi], beinhaltet entlang der beiden Flüsse Euphrat und Tigris 22 Staudämme, 19 Wasserkraftwerke sowie Bewässerungsanlagen. Es bezieht sich auf neun Provinzen des Landes mit einer Gesamtgröße von über 75.000km² und stellt somit das größte regionale Entwicklungsprojekt der Türkei dar. Der Abschluss des Projektes ist für 2010 geplant.

Staudämme an Euphrat und Tigris

Staudämme an Euphrat und Tigris

1. – Ursprung & Ziele des Projektes

2. – Störfaktor PKK – Die radikale kurdische Untergrundgruppierung

3.Konflikt mit Anrainerstaaten – Syrien & Irak befürchten Wasserknappheit

4.Aktueller Stand sowie Auswirkungen

5. – Quellen

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5. Fazit

Die Flüchtlinge haben oft nur das Ziel zu überleben. Da sie in ihrem Staat keine Hoffnung auf bessere Lebensverhältnisse haben, ist ihr Ziel die Auswanderung in die EU, wo völlig andere Verhältnisse herrschen. Diese Migration ist somit fast schon eine Zwangsmigration.
Doch ist die Auswanderung wirklich der richtige Weg für sie? Was für eine Auswirkung haben die Migrationen auf das jeweilige Afrikanische Land?
Normalerweise bietet die Migration in die EU deutlich bessere Chancen für die Auswanderer. Sie sind in der Lage, deutlich mehr Geld zu verdienen und einen großen Teil dieses Geldes in ihre Heimat zu schicken. Diese Geldüberweisungen in ihr afrikanisches Heimatland erhöhen erwiesener Maßen den Wohlstand und lindern die Armut.
Alle offiziell erfassten Transfers von Migranten aus Afrika zusammen betrugen im Jahr 2004 14 Mrd. US Dollar. Das bedeutet in Prozent des jeweiligen Bruttoinlandproduktes beispielsweise: Nigeria, Kenia (3 %), Senegal, Sudan (7 %), Kapverden (18 %), Lesotho (40 %).
Diese Zahlen klingen sehr hoch sind aber vermutlich noch deutlich höher, da viele Migranten ihre Rücküberweisungen nicht dem Bankensystem anvertrauen. Die informellen Transfers betragen nach Schätzungen der International Organisation for Migration (IOM) das Zwei- bis Dreifache. In einigen Ländern liegen bereits die staatlich erfassten Rücküberweisungen höher als die ausländischen Direktinvestitionen oder die Entwicklungshilfe.
Allerdings gib es auch Nachteile für die einheimische Bevölkerung. Z.B. gibt es ein so genantes „brain drain“, also die Abwanderung von Akademikern in die Industrieländer. Hierdurch entsteht z.B. Ärztemangel in den betroffenen Ländern. Des Weiteren stellt die Abwanderung eine große finanzielle Belastung für den Staatshaushalt dar. Sie kostet den betroffenen Staat im Durchschnitt 182.000 US Dollar.

Auch stellt sich die Frage nach dem zukünftigen Handeln der Europäischen Union. Wie wird man in Zukunft mit der Migration und besonders mit den gefassten Migranten umgehen?
Auf den Kanaren z.B. konnten nur knapp 10 % der gefassten Migranten in ihre Heimat zurückgebracht werden, da die Flüchtlinge zu ihrer Herkunft schwiegen und es keine Rückführungsabkommen mit den afrikanischen Staaten gibt.
Vermutlich wird es noch eine gewisse Zeit so weiter gehen wie bisher. Allerdings wird sich die Situation in den Entwicklungsländern Afrikas nicht verbessern, sondern mit der Zeit mehr und mehr verschlechtern.

Die Folge könnte ein noch größerer Ansturm auf die EU sein,ob es dann noch reicht, Zäune zu ziehen und Patrouillen zu entsenden ist fraglich. Die Lösung wird vermutlich mehr und mehr die Bekämpfung der Ursachen für die Migration sein.
Die EU muss und wird somit versuchen, die Lebensverhältnisse in Afrika zu verbessern und die Einwanderung trotzdem versuchen human zu regeln, indem sie ein faires Verfahren garantieren.

Quellen:

http://www.dw-world.de/dw/article/0,1564,1724909,00.html

http://www.zeit.de/2005/42/Ceuta

http://www.algeria-watch.org/de/artikel/migration/afrikanische_sicht.htm

http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/6983158.stm

http://www.labournet.de/diskussion/grundrechte/asyl/kanaren.html

http://de.indymedia.org/2006/09/157098.shtml

http://www.labournet.de/diskussion/grundrechte/asyl/pakt.html

http://no-racism.net/article/2702/

http://de.wikipedia.org/wiki/Afrika

4. Maßnahmen/Migrationspolitik

Die von den Migrationströmen betroffenen Länder sind momentan nicht mehr in der Lage, den immer größer werdenden Strom von Migranten zu kontrollieren. Deshalb wenden sich an andere Staaten der EU und bitten um Hilfe beim „Kampf“ gegen die Einwanderer.
Beispielsweise wird gefordert, dass die europäische Grenztruppe Frontex gestärkt und zudem Abkommen mit den Herkunftsländern geschlossen werden sollen, damit sie die Flüchtlinge leichter abschieben können. Ankommende Boote werden von Frontex aufgehalten und dazu gezwungen umzukehren. Keiner der Flüchtlinge bekommt die Chance auf einen Asylantrag.
Dieses Anliegen spiegelt die momentane Haltung Europas wider. Man will sich von Afrika „abschotten“ und alle Migranten zurückweisen.
Man ist der Meinung, „das Boot sei voll“. Abgesehen von Arbeitsplatzargumenten wird die Zuwanderung derzeit überwiegend als Sicherheitsproblem begriffen. Man will also die „Festung Europa“ abschotten ohne das Problem der Migration wirklich in den Griff zu kriegen.
Seit September 2008 in dem “Europäischen Pakt zu Einwanderung und Asyl” ist der Plan Europas schriftlich vorhanden. Dieser Pakt zielt eher darauf ab, Einwanderung und Asylfälle zu verhindern, anstatt Optionen zu bieten, wie man das Problem, außer mit der kompletten Abschottung, in den Griff bekommt. Auf die Ursachen der Migration wird praktisch gar nicht eingegangen und somit wird der Kampf gegen die Ursachen überhaupt nicht in Betracht gezogen.

In der Konferenz von Paris, der Ministerkonferenz EU – Afrika zu Migration und Entwicklung, wurde das Thema erneut aufgegriffen.
Am 25. November 2008 trafen sich in Paris über 80 Delegationen aus Europa und Afrika zur Ausarbeitung eines mehrjährigen Kooperationsprogramms in den Bereichen Migration und Entwicklung. Bei dieser Konferenz ging es rund um das Thema Migration um legale Einwanderung, Bekämpfung der illegalen Einwanderung und um Zusammenwirken von Migration und Entwicklung.
Ziel ist die Zusammenarbeit zwischen den europäischen und afrikanischen Ländern bei allen auf die Migration im Rahmen der westafrikanischen Route bezogenen Themen zu verbessern und zu verstärken.
Was schön klingt ist jedoch nicht immer schön. Auch diese Konferenz hat gezeigt, dass die Menschenrechte der Flüchtlinge wieder genauso außer Acht bleiben wie die Migrations- und Fluchtursachen. Abschottung ist und bleibt das Hauptziel.

3. Migrationströme

Es gibt einige verschiedene Zielorte, die die Migranten aus Afrika ansteuern.
Menschen aus den Ländern Senegal, Mauretanien, Westsahara und Marokko haben als Hauptzielort die Kanarischen Inseln, die nordwestlich von Afrika vor der Küste der genanten Länder liegen. Die Kanarischen Inseln gehören als eine von 17 autonomen Gemeinschaften zu Spanien und somit zur Europäischen Union.
Die Migranten gelangen meist mit kleinen Booten und somit unter sehr schwierigen Bedingungen auf die Inseln, da sie die Kanarenströme, welche ein Teil des Golfsstroms sind, überqueren müssen. Dieses Vorhaben führt oft zum Kentern des Bootes und somit zum Tod der Migranten. Nach Schätzungen sind in der Zeit vom 1. Januar 2006 bis zum 21.August 2007 mindestens 1.260 Bootsflüchtlinge bei der Überfahrt ums Leben gekommen.

Bisheriges Rekordjahr war 2002 mit 9.929 Flüchtlingen, 2005 waren es noch nach Angaben des spanischen Innenministeriums 4.751. 2006 gab es einen Anstieg auf etwa 31.000 Migranten, wobei im September erstmals auch asiatische Flüchtlinge aufgegriffen wurden.
Dieser enorme Aufwärtstrend ist in den letzen Monaten jedoch etwas abgeschwächt.
Trotz allem sind die Zahlen immer noch sehr hoch.
Auch in die Republik Malta, welche seit dem 1. Mai 2004 zur EU gehören und Lampedusa, eine Inseln im Mittelmeer zwischen Tunesien und Sizilien, welche zu Italien gehört, sind Ziele Afrikanischer Migration. Beide Inseln haben mit ähnlichen Problemen wie die Kanarischen Inseln zu kämpfen. Die meisten Migranten kommen hierbei jedoch aus Lybien.

Als besondere Ziele der Migration sind allerdings die spanischen Exklaven Ceuta und Mellila zu nennen. Sie liegen an der Mittelmeerküste, im nördlichen Marokko.
Beide autonome, spanische Exklaven gehören politisch zu Spanien, geographisch jedoch zu Marokko.
Ziel der Migranten ist es, in diese beiden Städte einzudringen, um somit nach Spanien bzw. andere Länder der EU zu gelangen. Nicht nur Menschen aus Marokko, sondern auch aus deutlich weiter entfernten afrikanischen Ländern nehmen teilweise sehr weite Strecken durch die Wüste auf sich, um die Chance zu bekommen, in eine der beiden Städte einzudringen.
Beide Städte sind jedoch von drei bis sechs Meter hohen Zäunen umgeben. Hinzu kommen Bewegungsmelder, Nachtsichtgeräte und Kameras. Auch gibt es Patrouillen (die Guardia Civil), die die illegalen Einwanderer abhalten sollen. Unterstützt werden sie durch mehrere Hundertschaften der regulären spanischen Armee.
Bei den Versuchen die Zäune zu überqueren gibt es sehr oft Verletze und sogar Tote.
Generell gelangen nur sehr wenige Menschen in die Stadt. Der Rest scheitert an den Sicherheitsvorkehrungen oder wird aufgegriffen und in Abschiebelager gebracht.
Ceuta und Mellila haben jedoch nicht nur das Problem der Migration zu bewältigen, beide Städte gelten als Schmuggeltore. Von Öl und Getreide bis Motoren und Pornos wird alles vom reichen Norden in den armen Süden exportiert. Umgekehrt kommen aus Afrika mengenweise Marihuana und andere Drogen. Reimportiert wurde offensichtlich auch der Sprengstoff, der für die Terroranschläge am 11. März 2004 in Madrid verwendet wurde.

Wie die Zukunft dieser beiden Städte aussieht ist noch sehr unklar. Neue Zäune und bessere Sicherheitsvorkehrungen sind geplant, aber ob diese die Menschen vom Versuch hinter die Zäune zu kommen abhalten ist sehr fraglich.
Viele sind der Ansicht, dass die Massenflucht nur verhindert werden kann, wenn Ceuta und Melilla marokkanisch werden. Allerdings sehen viele Spanier Marokko wegen der schwierigen diplomatischen Beziehungen als Bedrohung. Daher halten sie es für unvorstellbar, die Exklaven aufzugeben.

Migrationströme

2. Kolonialzeit

Als Kolonialzeit bezeichnet man heutzutage die Epoche des neuzeitlichen Kolonialismus, der mit dem Übergreifen von Portugal bzw. Kastilien auf Afrika zu Beginn des 15. Jahrhunderts einsetzte und bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahre 1945 andauerte.
Unter Kolonialismus versteht man die Bezeichnung für ein System der wirtschaftlichen und politischen Herrschaft eines Staates über Regionen außerhalb seiner eigenen Grenzen.
Einige Europäische Staaten wollten in dieser Zeit, durch die Besetzung bzw. durch die militärische Eroberung, aber auch teilweise durch vertragliche Vereinbarungen mit den Landesautoritäten, neue Siedlungs- und Wirtschaftsräume erschließen, um ihre Macht immer weiter zu vergrößern.
Dieses Vorgehen der Europäischen Staaten hatte deutliche, negative Auswirkungen auf die Länder Afrikas. Sie wurden unterjocht und ihrer politischen, ökonomischen und soziokulturellen Selbstständigkeit beraubt.
Das bestehende politische System wurde beseitigt und das vom Mutterland abhängige System installiert.

Es wurde zwar neue Infrastruktur erschaffen, diese diente allerdings nur der Ausbeutung der Rohstoffe. Neben dieser Ausbeutung wurde jede aufkeimende Industrie unterdrückt. Auch die Urbevölkerung wurde komplett entrechtet und teilweise sogar vernichtet.
Die Kolonialzeit ist somit, nicht in diesem Ausmaße, aber trotz Allem vergleichbar mit der heutigen Zeit der Globalisierung.

Auch heute werden die Entwicklungsländer noch durch so genante Global Player bzw. durch Multinationale Unternehmen ausgebeutet. Das Ziel dieser Unternehmen ist es, ihre Gewinne zu maximieren. In den Entwicklungsländern Afrikas können sie dieses Ziel erreichen. Zunächst einmal sitzen sie an der Quelle zu den, für die Produktion notwendigen Rohstoffen, die in vielen Afrikanischen Staaten in Mengen vorhanden sind. Außerdem sind die Arbeitskräfte durch die vorhandene Armut sehr günstig, wodurch die Produktion um einiges billiger ist, als z.B. in Industrienationen.
Die Menschen, welche dort leben, haben deutlich weniger Nutzen aus dieser Zusammenarbeit. Sie leiden unter den extrem niedrigen Löhnen, sowie unter der Fremdbestimmung und der Ausbeutung ihrer Rohstoffe.
Ein Grund des großen wirtschaftlichen, demographischen, gesellschaftlichen, sowie politischen Unterschieds zwischen Afrika und der Europäischen Union ist definitiv die Kolonialzeit.

Die Unterdrückung der Menschen, der Politik und der Wirtschaft wirkt bis heute mit negativen Auswirkungen nach, also 60 Jahre nach der Auflösung der Kolonialreiche und der Bildung eigenständiger Staaten, die heutzutage die so genante Dritte Welt bilden.
Teilweise gibt es sogar noch Fälle, in denen die ehemaligen Kolonien trotz formeller Souveränität weiterhin wirtschaftlich und politisch an die bisherigen Kolonialmächte gebunden sind.

Kolonialzeit