Seegrenzen

Allgemein dienen Seegrenzen genauso wie Landgrenzen dazu, zwei Staaten voneinander zu trennen und Zustaendigkeiten und Gebiete zuzuteilen. Seegrenzen lassen sich in 3 Zonen unterteilen:

Basislinie: 12 Meilen (ca. 22km) vom Festland bis ins Meer hinaus. Diese Gewässer werden Küstengewässer genannt und unterliegen der totalen Kontrolle des jeweiligen Staates.

Anschlusszone: Die folgenden 12 Meilen (12-24 ab Küste) werden Anschlusszone genannt. Hier ist der Staat berechtigt Straftaten durch Polizei und Zoll verfolgen zu lassen und Kontrollen durchzuführen.

Darauf folgt die Wirtsschaftszone, die ein 200 Seemeilen breites Band bildet. Diese Zone ist ausschließlich zu wirtschaftlichen Zwecken zu nutzen.

Ist eine Teilung des Meeres zwischen Staaten auf Grund eines zu schmalen Gewaessers auf diese Weise nicht moeglich, so wird das Gewaesser zwischen Staaten zu gleichen Teilen aufgeteilt.

Karte der Ostsee

Zur Zeit der Sowjetunion war die Ostsee (s.o.) ein wichtiges Gewässer, aber es war auch sehr gefährlich. So wurde die Ostsee ständig von Sowjetschiffen überwacht. Besonders stark waren diese Kontrollen im Bereich der Ostsee vor der DDR. Die Menschen der DDR sahen in der Ostsee einen Fluchtweg aus der DDR in die BRD.

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Gegen Ende der DDR war der Strand Boltenhagen der einzige, der noch für die Öffentlichkeit geöffnet war und somit die Chance zur Flucht bot. Diese wurden selbstverständlich Nachts durchgeführt und es wurde nur das Nötigste (Floß/Boot, ein wenig Proviant, Kompass) mitgenommen.

Insgesamt gab es etwa 7000 versuchte Ostseefluchten, von denen nur etwa 13% von Erfolg und einem besseren Leben gekrönt wurden.

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An der Seebrücke in Boltenhagen wird der Flüchtlinge mit einem Gedenkstein gedacht.

gedenkst

Über der Ostsee leuchtete für uns das Licht der Freiheit