4.Verhandlungen zur Wiedervereinigung

Am 13. Mai 1983 kam es zu Interventionen von außen: Die UN-Resolution 37/253 besagte unter anderem den Rückzug der Truppen von der Insel und die vollständige Rückkehr der Flüchtlinge. Beide Teile Zyperns verfolgten aber immer noch unterschiedliche Interessen. Beispielsweise wollten die türkischen Zyprioten ein Land mit zwei homogenen „Bundesländern“, wohingegen die griechischen Zyprioten darauf bestanden,dass beachtet werden müsste, dass 82% der Bevölkerung die Griechen stellten. Daher waren die Verhandlungen insgesamt sehr kompliziert und langwierig.

Die Reaktion der Inseltürken auf die Resolution war die Unabhängigkeitserklärung der Türkischen Republik Zypern, welche international bis heute nicht anerkannt ist. Es folgten Maßnahmen der UN, die jedoch scheiterten, wie zum Beispiel die „set of ideas“. Dies war ein umfassender und detaillierter Vorschlag zur Beilegung des Konflikts.

Im Juli 1990 verkomplizierte sich die Situation, da die Republik Zypern(international anerkannt) einen Antrag auf die Mitgliedschaft in der EU stellte. Es kam zu einer Empörung auf der türksichen Seite und alle bisherigen Verhandlungen wurden abgebrochen.

Als dann 2002 Zypern der EU beitrat, kam es zu erneuten Verhandlungen mit der UN, die mit Hilfe einer neuen Regierung in der Türkei erleichtert wurden, da die nun führende Partei AKP ihren Blick auch Richtung EU wand. Anfang 2004 folgte der Annan-Plan(Lösungsplan). Das Hauptziel war eine Konföderation. Unter anderem sollte 27% des Territoriums für den Norden sein, ein anderer Punkt war die Garantiemächte so zu lassen, wie sie vorher schon galten.

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Auf griechsicher Seite stimmten 24 % zu, auf türksicher sogar 64%. Aus griechischer Sicht sei der Plan zu pro-türkisch gewesen und die griechischen Zyprioten hofften auf bessere Verhältnisse durch ihre EU-Mitgliedschaft.

Seit 2008 regiert auf griechicher Seite Dimitris Chistofias, der zu politisch zu den Linken zählt, auf türkischer Seite stellt Mehmet Ali Talat die Regierung. Erstmal sind zwei moderate Politiker an der Macht, die nicht zu den Radikalen zählen; sie selbst behaupten sogar Freunde zu sein. Trotzdem gibt es bis heute hin immer noch keine Lösung des Konflikts.

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