2.Vorgeschichte

1.britische Kolonialzeit

Im Jahre 1878 wurde Zypern britisches Protektorat, welches im Berliner Kongress 1878 beschlossen wurde. Im Jahre 1919 bis 1922 begann der türksiche Krieg um die Insel. Als Resultat stellte sich heraus, dass die Türkei die Annexion anerkennt und somit auf Zypern verzichtet.

In Folge dessen kam unter den Griechen der Enosis-Wunsch ans Tageslicht: Dies bedeutete das Ziel zu verfolgen, sich Griechenland anzuschliessen. Darauf folgen jedoch große Unruhen, da Großbritannien kein Interesse daran hatte, sein Protektoriat den Griechen in Athen zu überlassen. Bis zum Jahre 1934 regierte somit eine Diktatur auf der Insel. Auf der anderen Seite blieb Griechenland trotz des Enosis- Wunsches passiv, da es Angst vor Großbritannien hatte.

Im Zuge des Kaltes Krieges erhielt Zypern dann eine große Bedeutung ( desweiteren    traten so unwillkürlich neue Akteure in den Zypernkonflikt ein): für die NATO war Zypern ein Royal Air Force Stützpunkt für Atombomber geworden. Für Großbritannien wurde die Insel ebenso wichtig, als dass sie eine Basis blieb.


2. Unabhängigkeitsbestrebungen

In der Mitte der 50er Jahre stieg der Wunsch nach Anschluss immer mehr bei der Bevölkerung. Weiterhin zeigte sich die britische Großmacht ignorant. Der damalige Erzbischof Alexandros Papagos drohte, den Fall vor die UNO zu bringen, welches mit einem Konter des britischen Premier kommentiert wurde. Anthony Eden behauptete nämlich, Zypern sei ebenso Angelegenheit der Türkei. Er wollte so die Mutterländer gegeneinander ausspielen, um die eigenen Interessen zu verfolgen.

Die Reaktion der Türkei darauf war: „wenn sich am Status etwas ändert, muss Zypern an die Türkei zurückgegeben werden!“ Es kam regelrecht zum „Poker“ um Zypern. Dies löste wiederum einen neuen griechisch- türkischen Konflikt aus. Großbritannien führte ab dem Zeitpunkt seine devide impera Politik, welche auch Konflikte innerhalb der Insel auslöste. 1955 folgte der Kampf der Untergrundorganisation EOKA (Nationale Organisation zypriotischer Kämpfer), die immer noch das Ziel Enosis verfolgte. Türkische Zyprioten fürchteten, der Anschluss an Griechenland könnte zu Diskriminierungen führen und strebten nach der Aufrechterhaltung des Status quo. Daher wandten sie sich Großbritannien hin.

Die Gegenströmung zur griechischen EOKA war hieß VOLKAN, welche sich später zur TMT wandelte. Die Bestrebungen nach dem Status quo wandelten sich in der Zeit nach Taksim, d.h Trennung. Somit standen sich zwei Ziele gegenüber: Enosis vs Taksim.

Im Jahre 1958 kam es zu ersten Zusammenstößen zwischen EOKA und TMT. Auch Kooperationsmodelle stießen bei beiden Bevölkerungsgruppen auf Ablehnung. Den Höhepunkt erlangte die Phase, als es zu einer Inszenierung eines Anschlags auf die türkische Regierung seitens der eigenen Bevölkerung kam. Diese Phase entsprach bürgerkriegsähnlichen Zuständen.

Nun wurde der Konflikt nicht nur auf politischer Ebene, sondern auch auf militärischer Ebene ausgetragen. 1956 kam es durch Anschläge zu Morden an Griechen in Istanbul. Beachtlich war das „System kommunizierender Röhren“. Das heißt, dass wenn es zu Unruhen auf Zypern kam, dies ebenso starken Einfluss auf die Bevölkerungen in den Mutterländern hatte.

Neue Richtungen erlangte der Konflikt nach der Suezkrise: Großbritannien wertschätzte die Insel nicht mehr so sehr wie anfangs und die USA machten Druck wegen der NATO, da sie die Südostflanke Zyperns gefährdet sahen. 1959 kam es zu Gesprächen in Zürich. Die Lösungsfindung entsprach jedoch einer „Scheinlösung“, um ein Auseinanderdriften von NATO- Verbündeten und NATO-Interessen zu vermeiden. Die Lösung brachte die Machtansprüche erstmals auf Papier. Großbritannien, Griechenland und die Türkei waren alle samt Garantiemächte Zyperns.

Das Problem war jedoch, dass keine Zyprioten an den besagten Gesprächen beteiligt waren: Zypern wurde als „Objekt“ behandelt. Die Konsequenz dessen waren weitere Unruhen und nationale Probleme, die verschärft wurden. 1960 erlangte der griechische Teil seine Unabhängigkeit.

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